Nach einer Panikattacke gestern Nacht (ich hatte sowas noch nie, ist ja wirklich gruselig :-( ) stelle ich fest, dass es so jetzt nicht 9 Monate weiter gehen kann. Aber meine Fehlgeburt in der 9. Woche und die stille Geburt in der 25. Woche meiner Schwester waren so schreckliche und grausame Erlebnisse, die beide auf ihre Art so heimtückisch und furchtbar waren, haben mich sehr geprägt. Verdrängen bringt auch kein bißchen was, das habe ich gelernt.
Ich habe die letzten Tage gemerkt, dass es mir überhaupt nichts bringt, zu denken "Alles wird gut". Denn das weiß ich nicht und das weiß auch sonst niemand. dadurch wurden meine Ängste auch nicht besser, im Gegenteil, ich habe die ganze Zeit das Gefühl gehabt, ich würde mir eine Lüge vorsagen. Deshalb versuche ich mich innerlich gerade umzustellen und mir zu sagen: "Ich weiß nicht, ob alles gut gehen wird. Ich tue alles nach bestem Wissen und Gewissen für dieses Kind. Alles weitere liegt nicht in meiner Hand. Wie es sein soll, wird es sein. Aber es iegt in meiner Hand, wie es mir geht, Tag für Tag. Ich kann schauen, dass es mir gut geht." Und genau das ist jetzt mein Plan. Mir geht es gut, merke ich, wenn ich, wo ich gerade auch nicht arbeiten darf, meinen Tag gut strukturiere und mich mit Freunden treffe und mich ablenke, Dinge tue, zu denen ich in letzer Zeit nicht gekommen bin. Alles im Rahmen natürlich, schließlich soll ich mich schonen. Nächste Woche beim ersten Ultraschall werde ich dann versuchen, ein teilweises Beschäftigungsverbot von meiner Frauenärztin zu bekommen. Die würde mich nämlich vermutlich 9 Monate arbeitsunfähig schreiben. Das halte ich psychisch nicht aus. Ich arbeite ja jetzt auch schon freundlicherweise von zuhause aus, was ich tun kann ;-)