Sonntag, 24. Juni 2012

Anfang und Ende

Wie beginnt man einen Post, nachdem man wochenlang nichts hat hören lassen?
Es ist viel passiert. Schönes und Hässliches, Fröhliches und Trauriges, Nachdenkenswertes und Unnötiges, Beginnendes und Endendes. Es wurde viel gelacht und es sind auch viele Tränen geflossen.
Ich möchte mich auch bei euch bedanken für eure lieben Nachrichten und gleichzeitig auch entschuldigen bei denen, die sich gesorgt haben, dass ich so viel Zeit habe verstreichen lassen.

Ich werde mal die mir wichtigsten Erlebnisse der vergangenen Wochen Revue passieren lassen:

Wir werden einen Sohn bekommen. Die Freude darüber, dass dieses Mal alles gut zu sein scheint, ist riesengroß. Ich staune ungläubig beim Ultraschall, was da alles in mir vorgehen soll und wie groß unser Kind schon ist, obwohl der Bauch noch so klein ist. Die Vorfreude auf die ersten spürbaren Bewegungen ist riesig. Ich warte gespannt, werde gleichzeitig aber immer entspannter, je länger die Zeit ohne schlimme Nachrichten ist.


Gerade eben haben wir die Kündigung unserer Wohnung und den Mietvertrag für ein tolles Häuschen unterschrieben. Morgen geht alles zur Post und dann beginnt am 1.10. ein neuer Lebensabschnitt für uns. Die Suche nach etwas Geeignetem war schon etwas zermürbend und wir haben schon begonnen, die Ansprüche niedriger zu schrauben. Ist nicht so einfach im Rhein-Main-Gebiet. Aber gerade als wir beide sehr ernüchtert waren, war es da. Das perfekte Haus mit Garten in perfekter Lage ohne irgendwelchen Fallstricke. Jetzt sind wir schon ganz motiviert am Planen.

Dann waren wir noch 2 Wochen in der Toskana, ich habe eine fiese Venenentzündung dort gut auskurieren können, wir waren viel schwimmen und haben die Zeit miteinander genossen.


Das Schlimme, was passiert ist, das ich oben angedeutet habe, war, dass meine Bezugsbewohnerin gestorben ist. Ich möchte nicht ins Detail gehen, ihr aber hier ein paar Worte hinterlassen.

Für einen ganz besonderen Menschen, der mir sehr ans Herz gewachsen ist:

Du hast mich zuhören gelehrt, wenngleich keine Worte zu hören waren.
Du hast mich sehen gelehrt, wenngleich kein Augenlicht vorhanden war.
Du hast mich verstehen gelehrt, wenngleich es keine Erklärungen gab.
Du hast mich tief im Innersten berührt.
Ich werde Dich nie vergessen.
Irgendwann werden wir uns wieder begegnen.
Und wir werden lachen und tanzen, befreit von allen Fesseln.


Unser Sohn wird tolle Schutzengel haben, da bin ich mir ganz ganz sicher.

Viele liebste Grüße, Janine ♥

Mittwoch, 28. März 2012

Das Herzchen schlägt! ♥

Wir sind so überglücklich.Nach einer Nacht voller Alpträume und erneut sehr unruhigen und nervlich strapazierenden Tagen heute die Belohnung: das Herzchen schlägt und ich habe den Mutterpass bekommen =) Habe ich beides bei der letzten Schwangerschaft nicht erleben dürfen. Das muss doch jetzt ein gutes Zeichen sein und der kleine Kämpfer wird schön gemütlich da bleiben, wo er ist. Wahnsinn, das tollste Gefühl, als ich das Herz hab schlagen sehen.
Bin total verliebt ♥

Dienstag, 20. März 2012

Plan A

Nach einer Panikattacke gestern Nacht (ich hatte sowas noch nie, ist ja wirklich gruselig :-( ) stelle ich fest, dass es so jetzt nicht 9 Monate weiter gehen kann. Aber meine Fehlgeburt in der 9. Woche und die stille Geburt in der 25. Woche meiner Schwester waren so schreckliche und grausame Erlebnisse, die beide auf ihre Art so heimtückisch und furchtbar waren, haben mich sehr geprägt. Verdrängen bringt auch kein bißchen was, das habe ich gelernt.
Ich habe die letzten Tage gemerkt, dass es mir überhaupt nichts bringt, zu denken "Alles wird gut". Denn das weiß ich nicht und das weiß auch sonst niemand. dadurch wurden meine Ängste auch nicht besser, im Gegenteil, ich habe die ganze Zeit das Gefühl gehabt, ich würde mir eine Lüge vorsagen. Deshalb versuche ich mich innerlich gerade umzustellen und mir zu sagen: "Ich weiß nicht, ob alles gut gehen wird. Ich tue alles nach bestem Wissen und Gewissen für dieses Kind. Alles weitere liegt nicht in meiner Hand. Wie es sein soll, wird es sein. Aber es iegt in meiner Hand, wie es mir geht, Tag für Tag. Ich kann schauen, dass es mir gut geht." Und genau das ist jetzt mein Plan. Mir geht es gut, merke ich, wenn ich, wo ich gerade auch nicht arbeiten darf, meinen Tag gut strukturiere und mich mit Freunden treffe und mich ablenke, Dinge tue, zu denen ich in letzer Zeit nicht gekommen bin. Alles im Rahmen natürlich, schließlich soll ich mich schonen. Nächste Woche beim ersten Ultraschall werde ich dann versuchen, ein teilweises Beschäftigungsverbot von meiner Frauenärztin zu bekommen. Die würde mich nämlich vermutlich 9 Monate arbeitsunfähig schreiben. Das halte ich psychisch nicht aus. Ich arbeite ja jetzt auch schon freundlicherweise von zuhause aus, was ich tun kann ;-)

Samstag, 17. März 2012

Bandbreite der Gefühle

Erst Mal vielen herzlichen Dank für eure Glückwünsche ♥

Wie es mir geht, ist schwer in Worte zu fassen. Ich versuche mal, die Gefühle in mir drin zu ordnen.


Glück. Eine Chance dass unser größter Traum doch in Erfüllung gehen kann!

Verblüffung. Trotz so schlechter Progonosen des Arztes und Demotivation direkt bei der IUI hat sich ein Kämpfer durchgesetzt.

Erleichterung. Sollten uns weitere und so angstmachende Schritte der künstlichen Befruchtung doch erspart bleiben? Beim allerersten Versuch mit Unterstützung hat es geklappt.

Angst. Wird unser Kind dieses Mal bei uns bleiben? Ist alles in Ordnung?

Panik. Blutungen. Kurz nach dem Test. Ist schon wieder alles vorbei?!

Demut. Ich kann nichts ändern. Ich habe sofort aufgehört zu rauchen, habe die Ernährung angepasst, bin sogar direkt arbeitsunfähig geschrieben worden von der Frauenärztin bis zum nächsten Termin. Und trotzdem kann ich nichts tun. Es liegt nicht in meiner Macht, ob unser Kind bei uns bleibt.

Hoffnung. Schon lange nicht mehr so viel gebetet und gedankt.

Montag, 12. März 2012

Oh mein Gott


Ich
fasse
es
nicht.

Samstag, 10. März 2012

Familiengründung

...zumindest bei dem Elsterpaar direkt vor unserem Schlafzimmerfenster. ;-) Morgens sind die beiden richtig fleißig. Faszinierend zu sehen, wie die beiden "Hand in Hand" (oder besser Schnabel in Schnabel) emsig am Nest arbeiten. Das ist besser als Fernsehen, wo ich mit einer blöden Virusinfektion flach liege.

Sonntag, 4. März 2012

Mir doch egal...

... dass es draußen noch so frisch ist, dass man die Winterjacke braucht!
... dass wir nirgendwo Weidenkätzchen gefunden haben!
... dass die Natur noch so verdörrt und öde aussieht!

Denn:
... hier drinnen ist jetzt einfach Frühling!
... der Weihnachtsbaum auf dem Balkon hat jetzt endlich den Weg zur Mülltonne geschafft (er hat sich ergeben und ist bei bloßem Anschauen zu Staub zerfallen)!
... mir ist so frühlingsmäßig zumute, ich bin bereit, dass die Natur erwacht. In allen erdenklichen Arten ;-)


Meine Farben des Frühlings sind (oliv-)grün und altrosa! Das Depot in Frankfurt hat beste Umsätze mit mir gemacht :-D
Ansonsten sind wir jetzt noch mindestens 8 Tage in der Warteschleife - ihr wisst schon. Der Arzt hat mich etwas deprimiert und die Hoffnungen für diesen ersten Versuch sind nicht besonders groß. Aber mal abwarten (ein bißchen hab ich auch das Gefühl, dass ich so viel Hoffnung gar nicht zulassen will).

Liebste Grüße ♥